Das Ziel der Expedition ist es, in unseren Kajaks zum Ancón sin Salida zu gelangen, von dort aus den Monte Burney zu besteigen und danach den Fiordo de las Montañas zu befahren.

Wir beginnen die Reise in Uruguay, da Lars’ VW Bus und die Kajaks dort untergestellt sind. Die Reise nach Patagonien, genauer gesagt nach Puerto Natales, dauert ungefähr zehn Tage.

 

Wenn man auf ein Satellitenbild der Gegend südwestlich von Puerto Natales schaut, stechen einem sofort zwei landschaftliche Besonderheiten ins Auge: der 60 km lange, enge und schnurgerade von Nord nach Süd verlaufende Fiordo de las Montañas, sowie südlich davon, der als weißer Fleck auf der Halbinsel Muñoz Gamero auffallende Monte Burney.

Bis zum Ancón sin Salida sind es zwischen 100 und 130 km in den Kajaks, je nachdem, wo wir unsere Reise starten können.

 

Der Monte Burney wurde nach seiner Erstbesteigung 1973 durch Eric Shipton wahrscheinlich nur ein weiteres Mal bestiegen, andere Expeditionen sind hauptsächlich am schlechten Wetter gescheitert. Unsere geplante Route führt vom Norden zum Gipfel und wurde noch nicht begangen.

 

Mit einer ungefähren Höhe von 1.500 m ist dieser stark vergletscherte Vulkan kein Riese, wegen seiner Abgeschiedenheit, den dort herrschenden rauen patagonischen Wetterverhältnissen und nur äußerst spärlich vorhandenen Informationen über den Berg jedoch ein sehr interessantes und anspruchsvolles Ziel.

 

Anschließend befahren wir mit unseren Kajaks den Fiordo de las Montañas. Durchschnittlich nur 1,5 km breit, links und rechts durch steile Berge begrenzt, in den Fjord kalbende Gletscher und eine wilde, ursprüngliche und menschenleere Natur: er ist eine Perle Patagoniens, die aufgrund der großen Distanz zur Zivilisation nur selten von Touristen besucht wird.

 

Wir rechnen insgesamt mit 300 bis 350 km Paddelstrecke und werden vier bis fünf Wochen unterwegs sein. Von Uruguay bis Uruguay sind es jedoch zweieinhalb Monate, Mitte Dezember 2017 bis Ende Februar 2018.